Zwei Kirchenkreisämter werden zu einem

Osteroder Amt zieht langfristig nach Northeim

Katlenburg. Unter dem Motto  „Kick-off “ stand ein Treffen der Kirchenkreisämter der Kirchenkreise Harzer Land und Leine-Solling. Gemeint war ein „Anstoß“ für ein besonderes Projekt: Denn ab dem 1.1.2019 sollen beide Ämter ein gemeinsames Kirchenamt in Northeim bilden. Am Dienstag startete der Vormittag des Kennenlernens der etwa 70 Teilnehmenden mit einer Andacht in der Kirche der Burg Katlenburg. Anschließend wurden Informationen zur Fusion mitgeteilt und Fragen beantwortet.  Angeregt wurde die Fusion beider Ämter durch das Landeskirchenamt. Auch mehrere andere Kirchenkreisämter in der hannoverschen Landeskirche haben sich bereits zusammengeschlossen.

„Unser Amt in Osterode ist zu klein. Sobald einige krank sind, ist es für die übrigen stressig, alles noch zu schaffen“, stellte Superintendent Volkmar Keil zum Auftakt fest: „Insofern freuen wir uns auf das neue Amt“. „Sie alle sind die Hauptpersonen, Sie sind die Fachleute“, ergänzte Stephanie von Lingen, Superintendentin im Kirchenkreis Leine-Solling. Ihr sei wichtig, die Gaben einzelner zum Nutzen aller zu verbinden: „Wenn das gelingt, dann werden sich alle wohlfühlen“, stellten Keil und von Lingen heraus.  Die Amtsleitung des neuen Kirchenamtes Northeim werde ab 2019 Karl-Heinz Himstedt übernehmen.

Zunächst müsse aber noch gebaut werden. Nach den derzeitigen Planungen wird das Kirchenkreisamt in Northeim um ein Stockwerk erweitert, damit es allen Mitarbeitern Platz biete. Doch bis 2018 befinde man sich noch in der Gründungsphase, von 2019 bis zum 2022 in der Übergangsphase und erst ab 2023 in der Endphase der Fusion. Dann werde es einen gemeinsamen Kirchenkreisverband mit einem gemeinsamen Kirchenamt geben. In Osterode werde allerdings weiterhin ein „Front-Office“ bleiben. Bei den Kindertagesstätten-Verbänden erfolge keine Fusion, dort bliebe alles beim Alten. Durch den Zusammenschluss werde kein Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz verlieren.

Mit allen großen und kleinen Fragen befasse sich ein Gründungsausschuss, der aus 14 Mitgliedern bestehe: Den Superintendenten, den Leitern der Kirchenkreisämter, dem Gemeindebegleiter und je drei Bereichsleitern aus jedem Kirchenkreis. „2019 geht die Arbeit also erst so richtig los“, lautete der Tenor, denn zunächst hätten auch die Kirchenkreistage der Kirchenkreise Leine-Solling und Harzer Land noch Entscheidungen zu treffen.

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